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Es war einmal...


...so fangen alle Märchen an...


Aber das hier ist nicht der Anfang eines Märchens - hier beginnt die Geschichte der

Freien Ritterschaft von Bram

 

Drei gute Freunde beschlossen nach einer durchzechten Nacht,dass sie Ritter werden wollten. Allerdings ist das in der heutigen Zeit gar nicht so einfach.Und also begab es sich:Anno Domini 1997 traf man sich regelmäßig in einem Garten und träumte von einem Leben als Ritter. Nachdem man einem Mittelaltermarkt einen Besuch abgestattet hatte, beschloss man, eine Ritterschaft zu gründen.

 

Zunächst musste ein Name für die zukünftige Ritterschaft gefunden werden. Man wälzte viele Bücher und brachte so in Erfahrung, dass das heutige Dorf "Brambauer" – in dem man ansässig war – ehemals "Bram" hieß. Es kam noch besser, denn "Bram" soll auch eine Ritterschaft gewesen sein. Somit war der Name natürlich vorgezeichnet! Fortan wollte man sich "Freie Ritterschaft von Bram" nennen und den Beinamen "Ritter der Grafschaft Dortmund" noch hinzu setzen. Als Wappentier bot sich der Löwe an, da er von je her als Zeichen der Königshäuser diente. Aber wie kam der Löwe zu seinem Kelch? Nun, da man in geselliger Runde gerne und reichlich dem Met zusprach, durfte der Löwe natürlich nicht
verdursten.

 

Karl wurde als König auserkoren und nannte sich fortan „Karl von Gral“; Seine Gemahlin Brigitte wurde „Regina von Gral“ und deren Sohn „Sebastian von Gral“ zum Prinzen ernannt. Michael, der Ritter der ersten Stunde, bekam den ehrenvollen Titel "Erster Ritter Godehard von Buchenberg". Er war die rechte Hand des Königs und der Braumeister des königlichen Mets. An den Hof brachte er auch seine Edeldame Hanna von Buchenberg und den Knappen Benjamin mit. 

 

 

Nun stellte sich die Frage: Wer zieht für den König in den Krieg?

 

Also versammelte man sich samt Gefolge bei Anbruch der Nacht im Garten und schlug einen treuen Knappen zum Ritter. Dieser durfte sich fortan "Robert von Notersberg" nennen und machte sich alsbald einen Namen als Schwarzer Ritter.So begab man sich denn auf Wanderschaft um die Kulturen, Sitten und Bräuche des Mittelalters kennen zu lernen.

 

 

Nach etwa einem Jahr, kehrte man gut vorbereitet zurück und kam zu dem Entschluss, von nun an aktiv an Mittelaltermärkten teilzunehmen. Aber wie sollte man ein Königreich aufbauen so ganz ohne Gold? Der König und der erste Ritter hatten ihre Goldreserven aufgebraucht und der schwarze Ritter war nie zugegen, weil er im Orient die Wüste, die Frauen und das Töten genoss - typisch Kreuzritter eben. Es fanden sich ein Fürst (Manni) und Ulrich der Markgraf, die im Jahr zuvor gute Geschäfte getätigt hatten und die sich bereit erklärten, den Hofstaat zu vergrößern und mit Gold zu unterstützen.

 

 

Ob Ehegattin, Töchter, Söhne oder andere Verwandte, alle schufteten Tag und Nacht. Es wurde genäht, gehämmert, gesägt und organisiert. Und dann war es endlich soweit! Die Freie Ritterschaft von Bram stellte sich das erste Mal in Telgte bei Münster in Gewandung mit Heerlager und Gefolge dem Volke vor. Der König, die Königin, der Prinz, der erste Ritter mit Gefolge, der Schwarze Ritter, der Fürst mit Gefolge, der Kaufmann, der Tod mit seinem Henker, die Eminenz, die Hexe; alle, alle waren sie da und sie feierten einen grandiosen Erfolg. Von nun an vergrößerte sich das Heerlager um den König stetig und wurde zu einem der größten und attraktivsten Heerlager weit und breit. Aber dieser Weg war lang und wurde durch viele Ereignisse beeinflusst.

 

 

Nach Telgte folgte eine Reise quer durchs ganze Land. Der erste Anlaufpunkt war Kassel. Dort bestand die Freie Ritterschaft von Bram ihre erste „Feuerprobe“. Die Flammen einiger in Brand geratenen Strohballen wurden im Handumdrehen gelöscht und so konnte Schlimmeres für das Lager verhindert werden. Zum Saisonabschluss ging die Reise in den hohen Norden. Dort wurden alle Heerlager zu einem großen Bankett geladen und die "Bramer" – wie man die Ritterschaft inzwischen freundschaftlich nannte - richteten ein rauschendes Fest aus, das bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Nun hieß es erst einmal Winterpause. Diese wurde aber nicht ungenutzt gelassen und es wurde wieder fleißig gearbeitet und vorbereitet. Erneut wurde genäht, gehämmert, gesägt ...

 

 

Ostern läutete den Beginn einer neuen Saison in Neersen bei Mönchengladbach ein. Das Lager wurde nicht nur von heftigen Regenfällen überflutet, sondern auch von unzähligen Besuchern, von denen einige dem Verein beitraten. Die Reise ging weiter nach Rastede bei Oldenburg. Dieses Mal weilten der König und seine Familie anderswo (die Konfirmation des Prinzen hielt sie vom Mittelalter fern), aber die kleine Schar der angetretenen Recken bot trotzdem ein gutes und erfolgreiches Programm.


Im folgenden Jahr stellte die Freie Ritterschaft von Bram - wie so oft im Laufe ihres Bestehens - ihre Hilfsbereitschaft unter Beweis. In Neersen herrschte bei viel zu kalten sechs Grad ein wahres Schneechaos. Unverzüglich wurde der beheizte Remter (wie das große Gemeinschaftszelt in Anlehnung an die Speisesäle in den Burgen des Deutschritterordens genannt wird) als Hilfszelt eingesetzt und heiße Milch verteilt. Das Marktvolk nahm diese Hilfe nur zu gerne und dankend an.

 

 

Allerley Unfug


Der nächste Anlaufpunkt waren die heimatlichen Gefilde. Hier trat auch wiederum die Hexe in Erscheinung, die nicht selber ums Feuer flog, wie man es von ihr eigentlich erwartet hätte, sondern dies dem Pfaffen überließ. Da dieser aber wiederum nach leiblichen Genüssen gierte, packte er sein Essen nicht auf, sondern in die Feuerstelle. Diese unbedachte Tat hatte zur Folge, dass sich der Pfaffe mitsamt seinem Essen in die Lüfte erhob. Verursacher dieses Spektakels war eine geplatzte Konservendose. Und somit wurde er der Erfinder der leichten Kost.

 

 

Von fliegenden Fäusten:

Das war doch einmal eine Showeinlage, die nach hinten ging; Vor „großem Publikum“ als „Walk Act“ gedacht eine zünftige Theken Tavernenrauferei zu präsentieren Doch was wurde falsch gemacht? Denn plötzlich sahen sich die Gäste motiviert mitzumischen und eine deftige Rauferei  begann, Mann gegen Mann. Dieses war natürlich nichts für Weicheier, und außer ein Paar Blessuren ist bei diesem Wahnsinnsspaß auch nichts passiert. Im Gegenteil, danach wurde alles zünftig begossen und der „Frieden“ wiederhergestellt.

 

Vom fliegenden Zelt:

So gesessen wie verflogen, saß der Narr auf einer Bank, die unter unserem Zelte stand. In Hamburg kam ein Sturm da auf und schwupp erhob sich das Zelt in die Lüfte; es flog über den Zaun, über Stock und Stein. Der Narr blieb sitzen und dachte sich nichts dabei, als er dann plötzlich ohne Zelt da saß, ganz allein auf weiter Flur. Manchmal war auch die Saison wie verhext nur Regen, Matsch und Schlamm, darum gab der Pastor seinen Segen kund:„Seid nicht gesegnet liebe Leut’, sondern seid beregnet heut’!“. Auch so ist Weihwasser zu sparen, wenn die Natur macht was sie will.

 

 

Klaus als Hofnarr:

Unser Hofnarr verstand sich nicht nur auf Gaukeleien, er wusste auch allerlei Ärgernisse anzuzetteln und sich von Herzen unbeliebt zu machen. Zur Strafe für seine Narretei zwangen ihn die Marktschergen in ein Käfig, der an einem hohen Galgen aufgehangen wurde. Darunter wurde mit viel Gejohle ein qualmendes Feuerchen angefacht. Dieses Feuerchen sorgte vorerst für Ruhe auf dem Markt und Sicherheit vor dem Narren.Dann ging es wieder zurück nach Dortmund.

 

 

Don Camillo:

Der Pfaffe setzte sich in voller Gewandung auf einem Pferd mit zwei Takten vom Spectaculum in Richtung Heimat in Bewegung. Das sah schon recht lustig aus, umso mehr, als er unterwegs von seinem Feuerross aus die Passanten mit Weihwasser segnete. Dies allerdings erzeugte den Unwillen der örtlichen Gesetzeshüter und so wurde der Pfaffe alsbald von einem Ordnungshüter in grüner Gewandung wieder zum Lager eskortiert. Wo viele Menschen mit verschiedenen Charakteren aufeinandertreffen sind hin und wieder kleine Unstimmigkeiten nicht zu vermeiden. In Hohenwestedt entblößte die Zauberin nach einem Disput mit dem Fürsten ihre Afterballen und rauschte anschließend von dannen, was vielen Augenzeugen ein schallendes Gelächter entlockte.

 

 

Der zahnlose Ritter!

So mancher Ritter verlor im Kampf seinen Kopf – unser Markgraf Ulrich allerdings verlor in der Hitze des Gefechts nur seine Zähne. Nicht seine eigenen, oh nein! Diese waren schon vor einiger Weile dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen. Bei einem Kampf zur Belustigung des Volkes im Marienpark zu Monheim entglitt ihm aber kurzfristig die Kontrolle seiner Ersatzbezahnung und diese landete zur Erheiterung sowohl der umstehenden Zuschauer, wie auch der Besatzung des Küchenzeltes ("Ich brauch mal Wasser, ich muss meine Zähne saubermachen, damit ich sie wieder in den Mund stecken kann, die sind mir beim Schaukampf rausgefallen") im Staube des Kampfplatzes. In Lich feierte die kleine Edeldame Janine ihr Wiegenfest und auf dem Markte wurde sogar vom Herold höchstselbst ausgerufen, dass sie nun im heiratsfähigen Alter sei. Ihre große Beliebtheit wurde deutlich durch die vielen Geschenke, die sie von den Gesandten der Heerlager und des Marktes überreicht bekam.

 


Bückeburg wurde erneut zum Ziel unserer zahlreichen Reisen. Da die Veranstaltung dort an drei aufeinander folgenden Wochenenden abgehalten wurde, verband man das Nützliche mit dem Angenehmen und viele der Lagerbewohner blieben gleich vor Ort, um sich eines dreiwöchigen Urlaubs mit Mittelalterambiente im Schatten des ehrwürdigen Mausoleums zu erfreuen.

 

 

In den ersten Jahren wurde das Lager der Freien Ritterschaft von Bram regelmäßiger Treffpunkt der Marktleute und Heerlager. Allerdings wurde die Gastfreundschaft hin und wieder gar schlecht gedankt, da sich Unrat von fremder Hand hinterlassen im Lager sammelte und Trinklieder aus fremden Kehlen des Nachts für Unmut sorgten, da sie den "Bramern" zugeschrieben wurden, die doch nur Gastlichkeit hatten walten lassen.

 

 

 

 

Wichtige Ereignisse

 

Anno Domini 2003:


Erstes Event mit einem Vollprogramm auf Schloss Cappenberg. Dort führten wir pro Tag
bis zu 24 Auftritte durch.

 

Anno Domini 2004:


Anschaffung des ersten Lkw´s, weil die Transportkapazitäten der Doppelachsen-Hänger nicht mehr ausreichten Mitwirkung auf der sogenannten Hexenburg (alte Burg Penzlin) in Kooperation mit dem Förderverein der Burg bei verschiedenen mittelalterlichen Prozessen. Unter Federführung der Ritterschaft Bram wurde die dortige große Marktschlacht mit Katapult nachgestellt.

 

Anno Domini 2005:


Anmietung einer großen Logistikhalle.
Erstes selbstständiges Jugendprojekt, mit großem Erfolg. Federführend in der Programmgestaltung des Tierparks Sababurg mit großer Feldschlacht und Mittelalteraufführungen, sowie die Ausgestaltung des
Rahmenprogramms.


Gestaltung des mittelalterlichen Lebens bei der Veranstaltungsreihe VPZEvents, wobei die Ritterschaft von Bram für diese Veranstaltungsreihe gleichzeitig zwei Veranstaltungstermine an einem Wochenende mit
Bravour gestaltete und durchführte.


Weitere Erfolge in den Regionen Neubrandenburg, Ostfriesland u.a. folgten.

 

Anno Domini 2006:


Alleinige Darsteller bei einem großen Dortmunder Stadtfest.

 

Anno Domini 2007:


Neuorientierung bezüglich der angefahrenen Veranstaltungsreihen und Gewinn zahlreicher neuer Mittelalterveranstalter. Weitere, äußerst erfolgreiche Marktprojekte.
Anschaffung eines größeren Lkw`s
Enge, sehr positive Kooperation mit der Bezirksvertretung Dortmund Scharnhorst.